Famulatur-Bericht

"Kilimanjaro Christian Medical Centre"

Verfasst am 09.07.2017

Note

4.60

  • PJ-Krankenhaus

    Kilimanjaro Christian Medical Centre

  • PJ-Stadt

    Moshi Tansania

  • Fachrichtung

    Allgemeinchirurgie

  • Station

    Gynkologie

  • Einsatzbereiche

    Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, OP, Station,

  • Dauer

    4 Wochen

  • Zeitraum

    9/2016 bis 10/2017

  • Stimmung Station

    5

  • Kontakt zur Pflege

    5

  • Ansehen

    5

  • Stimmung Klinik

    5

  • Unterricht

    5

  • Betreuung

    5

  • Freizeit

    1

  • Lehre auf Station

    3

  • Insgesamt

    5

Inhalte & Unterricht

  • Unterricht

    Kein Unterricht

  • Inhalte

    Fallbesprechung

  • Tätigkeiten

    Patienten untersuchen
    Botengänge (Nichtärztl.)

  • Dienstbeginn

    7:00 bis 8:00 Uhr

  • Dienstende

    Vor 15:00 Uhr

  • Studientage

    Frei verfügbar

  • Sonstiges

    Unterkunft gestellt
    Mittagessen regelmässig möglich

  • Gebühren in EUR

    500USDollar

Texte

  • Kommentar

    Ich kann das KCMC nur empfehlen, wenn man viel reisen will, aber am Ende trotzdem die Unterschrift für die Famulatur haben will. Letztendlich interessiert sich keiner dafür ob man kommt oder nicht, die Unterschrift am Ende bekommt man nur mit Hartnäckigkeit - also früh genug darum kümmern. Wir haben mit 30 Leuten Visite gemacht (davon ca. 6 internationale Medizinstudenten (v.a. deutsche), 15 tansanische Medizinstudenten). Man ist der letzte der Nahrungskette und keiner beschäftigt sich mit einem, außer man ist extrem forsch und macht seinem Ärger darüber mal bei einer Person bemerkbar - aber oft passiert nicht mal dann was. Man bekommt nichts erklärt. Dadurch, dass es ein privates KH ist, ist es für die Druchschnittsbevölkerung zu teuer, wodurch es nicht so viele Patienten (jedenfalls auf der Gyn) gibt, es gibt ca 3-5 Geburten pro Tag und viel zu viele Hebammen - d.h. man sieht sie wenn man Glück hat höchstens mal von Weitem.
    Visiten und Morgenbesprechung sollen theoretisch auf Englisch sein, aber den meisten fällt Swaheli einfach leichter also reden sie das. (Was ich total nachvollziehbar finde, wir reden ja auch nicht Englisch bei uns, wenn mal ein ausländischer Student in Deutschland ist. Ist aber trotzdem auf Dauer recht frustrierend.)
    Man kann auf jede Station mal gehen wann und wie man Lust hat - die Leute dort haben bei so vielen Weißen eh keinen Überblick mehr wer wohin gehört.
    Die Leute dort sind außerhalb des medizinischen Berufs total nett und ganz wunderbar und auch das Land ist total schön!
    Es gibt so viele internationale Studenten mit denen man in einem extra Campus in der Nähe des KHs wohnt, dass man kaum Kontakt zu der lokalen Bevölkerung bekommt.
    Es wird ein bisschen ein Medizinstudenten-Tourismus betrieben dort - es gibt viele Angebote, aber alles kostet viel Geld.
    Wenn man wirklich an Medizin in Afrika interessiert ist, kann ich das KCMC also gar nicht empfehlen. Ich habe nach einer Woche ins "Mawenzi Regional Refferal Hospital" gewechselt - das ging problemlos, man muss sich dort nur durchfragen und nach einer 100$-fee kann man dort bleiben. Alle dort sind um einiges freundlicher und interessierter, es gibt max 1 Famulanten pro Station und man kann mit Eigeninitiative fast alles machen.

  • Bewerbung

    Sicherlich kann man sich sogar eine Woche vorher bewerben, die Frage ist nur ob die jeweilige Zuständige schnell genug antwortet.
    Tipp: gleich am Flughafen sagen, dass man Student ist, dann zahlt man insg weniger für Visum.

Verfasser

  • Heimatuni

    Mainz

  • Email

    Nicht angegeben