Meine erste Krankenhausfamulatur habe ich in der Inneren gemacht und es definitiv nicht bereut. Man kriegt im Knappschaftkrankenhaus Lütgendortmund einen guten Einblick in die häufigsten Krankheitsbilder der Älteren sowie auch jungen Erwachsenen mit C2-Abusus. Natürlich kann man in so einem vergleichsweise kleinen Krankenhaus nicht viele seltene Krankheitsbilder erwarten aber für den Einstieg und Überblick dennoch sehr zu empfehlen. Dadurch dass die dort wenig Famulanten haben (ich war die einzige) durfte ich bei sehr vielen Untersuchungen zuschauen und mithelfen, habe eigene Patienten von meiner Assistenzärztin bekommen, die ich dann bei der Chefarztvisite auch vorstellen durfte und den Arztbrief verfassen konnte. Die Pflege war leider etwas unterbesetzt und dementsprechend herrschte nicht immer eine entspannte Atmosphäre auf Station, aber sie waren einem sehr dankbar wenn man ihnen bei kleinen Botengängen aushelfen konnte.
Allgemein geben sich dort die Assistenzärzte viel Mühe einem etwas zu erklären und freuen sich auch sehr wenn man ihnen bei der morgendlichen Runde an Bauabnahmen und Viggos legen hilft, und falls man das noch nicht kann dann nehmen die sich auch die Zeit es einem zu zeigen und üben zu lassen. Ich hatte aber auch Glück mit meinen Assistenzärzten (Grüße an Aylin und Magnus) mit denen es echt Spaß auf der Station gemacht hat, die sich auch viel Mühe gemacht haben mir vieles zu erklären und beizubringen, meine tausend Fragen zu beantworten und mich in den vier Wochen auf Station mehr gelehrt haben als das ganze Corona-Online-Semester :)
Zusammenfassend kann ich die Famu in Lüdo denen empfehlen, die ihre erste Krankhausfamulatur machen und erstmal einen Überblick über das Wichtigste bekommen wollen und schon vieles selbst anpacken möchten oder noch so Basics wie EKGs auswerten, Blut abnehmen/Viggos legen und Sonos lernen müssen.
Bewerbung
Habe mich einige Monate vorher beim Chefarzt Dr. Haas per Mail beworben und zeitnah eine Rückmeldung erhalten