Die Famulatur war grob in 3 verschiedene Bereiche aufgeteilt:
1. Woche Zuschnitt: Also das Eingangslabor, in das sämtliche entnommene Proben der Charité aber auch anderer Häuser geschickt werden.
Es wird ein makroskopischer Befund des Präparates erhoben, dann werden relevante Strukturen zugeschnitten und für die Mikroskopie eingebettet. Hauptaufgabe war hier das dokumentieren und beschriften der Kapseln fürs Einbetten, je nach Arzt der einem gegenüber sitzt kann man viel Fragen und bekommt gute Erklärungen.
2. Woche Mikroskopie: Hier macht man eher Selbststudium. Man bekommt einen Arbeitsplatz und arbeitet dort am PC vorbereitete Fälle durch, mit virtueller Mikroskopie. Es waren interessante Fälle dabei und man bekommt ein Gefühl dafür, wie ein pathologischer Bericht aufgebaut ist, sich Tumordifferenzierungen nach Entität unterscheiden und auf welche Strukturen/Zellen es ankommt. Ich fand die Woche aber eher langweilig, ich hätte es besser gefunden einem Pathologen zuzusehen, wie ein neuer Fall behandelt wird und persönlich gezeigt zu bekommen auf was man achten sollte.
3. und 4. Woche Sektion: Für mich das Highlight der Famulatur, es gab jeden Tag mindestens 1 oft auch 2 Sektionen. Man darf als Famulant selbst mitarbeiten, Organe präparieren und am Ende auffällige Pathologien zusammentragen. Sicherlich nicht für jeden geeignet, aber ich habe extrem viel gelernt und vor allem gesehen. Es hat mich sehr beeindruckt, Tumore, Metastasen, Arteriosklerose etc. (unfixiert!) makroskopisch zu sehen und zu tasten!