Die Famulatur in der Notaufnahme Sömmerda war meine vierte und beste Famulatur. Alle Mitarbeitende sind freundlich, offen, verständnisvoll und hilfsbereit. Sowohl die Pflege als auch ärztliche Kolleginnen und Kollegen. Den praktischen Aufgaben sind quasi keine Grenzen gesetzt, alles was man machen möchte, darf man auch machen. Sowohl Pflegeaufgaben wie auch ärztliche. Wenn etwas zu viel wird oder überfordert, darf man es aber auch jederzeit abgeben, oder sich Hilfe dazu holen. Alles kann, nichts muss.
Die ersten Tage sind dementsprechend aber auch sehr anspruchsvoll - sich in das Team zu integrieren, die Abläufe kennenzulernen und die Selbstständigkeit vernünftig zu nutzen. Nach den ersten beiden Wochen läuft das aber in der Regel schon wirklich gut und man kann bereits selbstständig eigene Patient*Innen aufnehmen, untersuchen, vorstellen und entlassen. Natürlich immer in Absprache. Wer sich traut eigenständig Initiative zu ergreifen hat eine extrem steile Lernkurve in der Notaufnahme. Wer sich das noch nicht so richtig zutraut (so wie ich anfänglich in meiner Famulatur) ist hier aber genauso gut aufgehoben, weil dann eben dieses Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit beigebracht wird. Jede:r die/der wirklich daran interessiert ist viel praktisch zu machen, viel vor Allem auch selber und ggf. alleine zu machen ist hier absolut richtig aufgehoben. Außerdem verliert man schnell die Angst in Notsituationen etwas falsch zu machen. Ich denke die Famulatur in Sömmerda ist eine hervorragende Vorbereitung auf alle Abschnitte des zukünftigen ärztlichen Berufslebens. Nicht nur wegen fachlichen
und praktischen Fertigkeiten, sondern auch für die persönliche Entwicklung.
Arbeitsbeginn war 7:15 Uhr mit einer kurzen Frühbesprechung bei Chefarzt Pleßmann oder OÄ Stark. Arbeitsende offiziell 15:30 Uhr, manchmal jedoch auch etwas länger, wenn Patient*Innen noch untersucht/entlassen oder übergeben werden mussten. Wenn man mal an einem Tag früher gehen musste, war das auch kein Problem.
Die Organisation, vor allem mit der Unterkunft, lief problemlos. Essen gibt es in der Cafeteria kostenlos. Jedoch häufig nur ein vegetarisches Angebot (davon manchmal so etwas wie Grißebrei) und leider selten vegan. Die Unterkunft war eine WG, ca. 5 Minuten mit dem Fahrrad entfernt, die alles Notwendige beinhaltete. (Küche, eigenes Zimmer, Waschzimmer, ...) Diese wurde auch kostenlos zur Verfügung gestellt. Parkplätze vor der WG gab es reichlich.
Bewerbung
Ca. ein halbes Jahr im Vorraus formlose E-Mail an Hr. Pleßmann. Lief alles reibungslos und ohne Komplikationen.