Das ganze Team der Neurologie in Dachau ist inklusive aller Oberärzte/-innen sehr nett. Viele Assistenzärzte/-innen sind sehr motiviert einem was bei zu bringen und nehmen sich extra Zeit für einen. Am Anfang muss man sich in den alltäglichen Ablauf reinfinden, dann sieht er aber wie folgt aus:
- ab ca. 7:45 freut sich die Arzthelferin über Hilfe bei den Blutentnahmen, ist aber nicht verpflichtend
- ab 8 Uhr kommen die Assistenzärzte und lesen sich in die Patienten ein
- um 8:30 Uhr geht es mit der Frühbesprechung los
- anschließend kann man frei bzw. in Absprache mit den anderen Famulanten wählen ob man auf Normalstation / auf die Stroke Unit oder mit in die Notaufnahme möchte. Ich habe auf allen 3 Bereichen jeweils mind. eine Woche verbracht.
- Notaufnahme: Besonders in der Notaufnahme lernt man viel über neurologische Untersuchungen (am Ende ist man da eine gute Routine, was mir besonders wichtig war). Die zuständige Neurologin in der Notaufnahme ist auch besonders motiviert einem viel beizubringen und man darf viel selber machen (eigene Patienten, selber Liquor punktieren...)
- Stroke: hier ist 2x am Tag direkt nach den Frühbesprechung / Röntgen Demo Visite. Danach kann man bei Neuro-Sonos dabei sein und einiges über die Weiterbehandlung von Schlaganfall Patienten lernen sowie ersten Kontakt mit ZVKs, Arterie und dem Umgang mit Überwachungspatienten lernen. Leider fehlt ein eigener Zugang zum System für Famulanten, weswegen man leider nicht so viel mithelfen kann. Man darf aber, wenn man möchte, unter Aufsicht immer selber Liquor punktieren!
- Station: Hier herrscht normaler Stationsbetrieb: zwischen vielen alten Patienten mit eher sozialer Indikation verstecken sich immer wieder spannende neurologische Fälle! Leider war manchmal unklar, wann und mit wem Visite gegangen wird, aber bei spannendem Fällen wurde immer an mich gedacht und ich wurde dazu gehohlt! Neben den Visiten kann man hier auch Liquor punktieren, Schellong Tests durch führen oder auch natürlich das Nadel-legen erlernen 😉
- Funktionsdienst: dieser macht Neuro-Sonos, EEGs, Nystagmographien, Neuro- und Myographien- auch hier lohnt es sich rein zu schauen (Durchführung mit der MTA und der Oberarzt erklärt die Auswertung)
- um 13:30 bzw 14 Uhr (freitags) ist die Röntgen-Demo. Danach kann man häufig auch gehen, ich bin aber wirklich gern und oft auch geblieben, weil es noch was spannendes anzuschauen / tun gab.
Insgesamt eine wirklich lehrreiche und nette Famulatur!
Einzige Contra-Punkte:
- Dienstkleidung muss aus einem Schrank auf der Stroke, der abgeschlossen ist, organisiert werden
- teilweise war das ganze Klinikum wegen Pflegemangel abgemeldet
Bewerbung
Anruf und schließende Bewerbung per E-Mail im Vorzimmer des Chefarztes Dr. Lechner ca. 5 Monate im voraus (musste nach telefonischer Zusage nochmal nach haken, dann hat aber alles geklappt)