Famulatur Anästhesiologie in Queen Elizabeth Hospital (1/2024 bis 2/2024)

Krankenhaus
Queen Elizabeth Hospital
Stadt
Birmingham
Station(en)
ITU, Theatres, ED
Fachrichtung
Anästhesiologie
Zeitraum
1/2024 bis 2/2024
Einsatzbereiche
Notaufnahme, OP, Station
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Die Famulatur in Birmingham war ein spannender Einblick in ein anderes Gesundheitssystem.

Das Queen Elizabeth Hospital ist ein Universitätsklinikum und wirklich riesig. Insgesamt gibt es 4 Intensivstationen (Viszeralchirurgie, Trauma, Neuro, Kardio) mit ca. 100 Betten und zahlreiche OP-Säle.

Man wird für die Famulatur (Elective) einem Consultant (vergleichbar mit Fach-/ Oberarzt) zugeteilt oder bewirbt sich direkt bei diesem, sodass man für die ganze Zeit einen Ansprechpartner hat und mit diesem den Verlauf der Famulatur planen kann.

Ich habe zwei Wochen auf den verschiedenen Intensivstationen verbracht und zwei Wochen im OP. Auf der Intensivstation gibt es jeweils 2 Consultants, die für jeweils die Hälfte der Patienten zuständig sind. Mit diesen läuft man auf der Visite mit und schaut danach den Assistenzärzten bei den Aufgaben zu, die für den Tag geplant sind (neue Zugänge legen, Blutkulturen abnehmen, Trachealkanülen etc.). Hierbei kann man z.T. auch kleinere Sachen selbst übernehmen (also v.a. Viggos und Blutabnahmen). Auf der Trauma-Intensiv (Area B) sind die Registrars zusätzlich für die Notaufnahme zuständig, sodass man hier auch zu Schockräumen und Intubationen mitgehen kann.
Generell wird viel mehr Wert auf Teaching gelegt und gerade die Consultants sind sehr bemüht, einem was beizubringen, nehmen sich viel Zeit und zeichnen Skizzen.

Im OP hatte ich vorher mit meinem Consultant besprochen, welche Säle ich mir wann anschauen will. Auch hier waren alle sehr nett und haben viel beigebracht. Es gab aber auch viele andere Studenten, Assistenzärzte usw., sodass man leider deutlich weniger selber machen konnte, als ich gehofft hatte. Auch die Fluktation ist sehr groß, sodass ich fast jeden Tag bei einem anderen Consultant war. Wenn man viel intubieren möchte, ist das also die falsche Famulatur, dafür sieht man aber viele spannende Fälle und kann aus dem Teaching viel mitnehmen.
Außerdem konnte ich für einen Tag in die Akutmedizin (Innere, an die Notaufnahme angeschlossen) rotieren und mir hier nochmal einen anderen Fachbereich anschauen. Das war auch eine nette Abwechslung.

Ansonsten gab es noch viele weitere Teaching-Angebote, an denen man teilnehmen oder zuhören konnte, beispielsweise Mo & Mo-Konferenzen oder Fallbesprechungen des Major Trauma Service.

Birmingham als Stadt ist nett und man kann sich ein paar Sachen angucken. Ich habe meine Wochenenden mit vielen Ausflügen verbracht und bin nach Liverpool gefahren oder war wandern. Danach war ich noch ein paar Tage in London. Dafür ist Birmingham wirklich gut gelegen und alles innerhalb von ein paar Stunden mit dem Zug erreichbar
Bewerbung
Ich habe mich ca. 1 Jahr vorher direkt bei einem Consultant beworben. Nachdem ich von diesem die Bestätigung hatte, hat mich die Uni kontaktiert und mir weitere Formulare zugeschickt. Außerdem waren nur 4 Wochen Elective möglich, was vlt für die gesamte Famulatur-Planung wichtig ist.
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Fallbesprechung
Repetitorien
Tätigkeiten
Braunülen legen
Praktische Maßnahmen unter Aufsicht
Punktionen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Kleidung gestellt
Gebühren in EUR
120

Noten

Stimmung Station
2
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen
1
Stimmung Klinik
1
Unterricht
2
Betreuung
1
Freizeit
1
Lehre auf Station
1
Insgesamt
1

Durchschnitt 1.13