Um sich den Alltag in dieser Privatklinik vorzustellen, muss man zunächst einmal sagen, dass es sich um ein sehr kleines Team handelt. Dr. L. ist der einzige Arzt, der dementsprechend alle ärztlichen Tätigkeiten selber erledigt. Dazu kommen eine Arzthelferin und eine OP-Schwester, sowie Dr. L´s Frau. Dementsprechend hat man immer nur mit dem selben Arzt zutun. Dieser mag ein super Chirurg mit sehr viel Fähigkeiten und Erfahrungen sein, allerdings fühlt man sich als Famulant nicht immer erwünscht (wobei man ja keine Famulanten nehmen muss...). Für die meisten Aufgaben muss man explizit und mehrfach nachfragen (z.B. Braunülen legen (da vieles ambulant gemacht wird) oder einwaschen/assistieren, sowie Beratungsgespräche. Dies ist leider sehr schade aber natürlich in gewisserweise auch verständlich, da die Pat. sehr viel Geld für ihre Eingriffe zahlen. Trotzdem ist es ärgerlich, da man die meiste Zeit nur danebensteht und sonstige Arbeiten (Auffüllen, Putzen) macht. Dabei kümmern sich die beiden Arzthelferinnen/OP-Schwestern ganz besonders herzlich um einen. Insgesamt kann man in der Aasee-Park-Clinic wirklich einiges an OPs sehen. Dr. L. operiert fast alle Körperregionen, von Liposuktionen über Blepharoplastiken bis Faceliftings (eigentlich wirklich alles außer Rhinoplastiken). Leider waren 4 Wochen Famulatur für mich definitiv zu lang, da man nicht wirklich viel machen kann/darf. 2 Wochen Famulatur oder vielleicht nur mal bei spannenden OPs zuschauen/hospitieren würden auch ausreichen.
Bewerbung
2 Monate vorher per Telefonat, anschließend Übersendung von "Bewerbungsunterlagen", die sich aber anscheinend eh niemand angeschaut hat.