Ich war 14 Tage auf der Neurochirurgie der Charité zur Famulatur.
Die Betreuung auf der Station war leider nicht sehr gut.
Keiner der Oberärzte hat sich bei mir oder den anderen Famulanten (wir waren zu 3.) vorgestellt. Auch die Assistenzärzte haben sich nicht wirklich um uns gekümmert, gelernt habe ich während meiner Zeit dort leider nicht sehr viel. Zum Glück gab es auf der Station 2 PJler, die uns Aufgaben verteilt, Sachen erklärt und machen lassen haben. Ich habe viel Blut abgenommen, einige Braunülen gelegt, Drainagen gezogen und genäht und Pflaster gewechselt. Außerdem fiel auch relativ viel "Stationsarbeit" wie Bilder anmelden und ähnliches an. An 3 Tagen bin ich mit in den OP gegangen, was definitiv sehr interessant war. Sind auf der Station gerade keine Sachen zu erledigen, kann man dort auch immer hingehen.
Im Nachhinein bin ich auch sehr froh, dass ich nur 2 Wochen für die Famulatur eingeplant habe. Vielleicht liegt es daran, dass die Charité ein großes Uniklinikum mit vielen Patienten ist, aber meiner Meinung nach ist das nicht der richtige Ort, in einer Famulatur wirklich etwas mitzunehmen. Beim nächsten Mal werde ich mich dann doch für ein kleineres Haus entscheiden, in dem die Ärzte dann vielleicht mehr Zeit haben, sich um den "Nachwuchs" zu kümmern.